1. Exzenterpresse: Geschichte, Entwicklung und Hintergründe
Das Prinzip der Presse reicht Jahrhunderte zurück – erste Anwendungen finden sich bereits in der Weinpresse. Mit dem Aufkommen der industriellen Fertigung wuchs der Bedarf an Maschinen, die hohe Stückzahlen zuverlässig schneiden, stanzen, prägen oder biegen können. Exzenterpressen erfüllen genau diese Anforderungen: Dank der Vielfalt einsetzbarer Werkzeuge sind sie äußerst flexibel einsetzbar. Selbst ältere Maschinen leisten dabei noch heute wertvolle Dienste, denn das mechanische Grundprinzip hat sich über die Jahrzehnte kaum verändert. Moderne Ausführungen zeichnen sich vor allem durch verbesserte Messeinrichtungen und erweiterte Sicherheitsvorrichtungen aus.
2. Exzenterpresse: Aufbau, Funktion und Einsatzgebiete
Die Exzenterpresse ist eine mechanisch arbeitende Metallbearbeitungsmaschine, die in der Industrie zum Schneiden, Stanzen, Prägen und Biegen von Metallteilen eingesetzt wird.
Ein stabiles Gestell aus Stahlguss oder Grauguss bildet das tragende Element und nimmt alle wesentlichen Komponenten auf. Neuere Modelle werden aus geschweißten Stahlblechkonstruktionen gefertigt, die durch Rippen zusätzlich versteift werden, um die notwendige Stabilität zu erreichen. Bei Gussgestellen sind die Führungen mit direkt verbundenen Stahlschienen ausgestattet.
Je nach Anwendung und Größe kommen verschiedene Bauarten zum Einsatz. Das C-Gestell eignet sich besonders für kleinere und mittlere Maschinen und bietet eine gute Zugänglichkeit zum Arbeitsraum. Daneben gibt es das O-Gestell sowie Einständer- und Mehrständer-Ausführungen. Auch die Hubverstellung unterscheidet die Modelle: Manche Pressen verfügen über einen festen Hubweg, andere ermöglichen eine flexible Anpassung.
Das Antriebsprinzip basiert auf einem Exzenter, dem ein großes Schwungrad vorgeschaltet ist. Ein Elektromotor treibt das Schwungrad an, dahinter ist die Kupplung eingebaut. Eine Bremse sorgt für Sicherheit und gibt den Pressvorgang gezielt frei. Die integrierte Steuerung ist ein zentraler Sicherheitsfaktor – Schutzvorrichtungen wie die Zweihandbedienung oder der Sicherheitslichtvorhang stellen sicher, dass die Bestückung und Entnahme von Bauteilen nur im ausgekuppelten Zustand möglich sind.
Kupplung und Bremse werden pneumatisch gesteuert und durch zusätzliche Federn gesichert. Bei einem Druckluftausfall trennen und bremsen diese Elemente die Maschine automatisch – ein wesentliches Merkmal des Sicherheitskonzepts moderner Exzenterpressen.
3. Exzenterpressen: Einsatzgebiete und Industriebeispiele
Exzenterpressen kommen überall dort zum Einsatz, wo ihre spezifischen Fertigungsverfahren gefragt sind und die zu bearbeitenden Bauteile handhabbare Abmessungen aufweisen. Typische Anwendungsfelder sind der Stahl- und Maschinenbau, der Motoren- und Turbinenbau sowie die Serienfertigung von Montagekomponenten. Besonders beim Ausstanzen von Blechen und Blechbändern sind diese Maschinen unverzichtbar – eine automatische Materialzuführung steigert dabei die Produktivität erheblich.
4. Exzenterpressen gebraucht kaufen – Hersteller im Überblick
Zahlreiche renommierte Hersteller haben sich auf die Produktion von Exzenterpressen spezialisiert. Zu den etablierten Marken zählen COLOMBO, DELLAVIA, STANKO, MABU, BEUTLER und HEILBRONN sowie RUHRMANN, HENSEL, WEINGARTEN, SCHULER und AMBOLD. Gebrauchte Exzenterpressen dieser Hersteller sind in der Regel zuverlässig und eine sinnvolle Ergänzung für jeden Maschinenpark.
Wer eine gebrauchte Exzenterpresse kaufen möchte, findet im professionellen Gebrauchtmaschinenhandel regelmäßig eine große Auswahl. Die angebotenen Maschinen befinden sich meist in gutem bis sehr gutem Zustand und lassen sich zu attraktiven Konditionen erwerben – eine wirtschaftliche Alternative zum Neukauf.