1. Reinigungsanlagen: Einsatz in der industriellen Fertigung
Reinigungsanlagen sind spezialisierte Stationen im industriellen Fertigungsprozess, in denen Produkte und Vorprodukte gezielt von Verunreinigungen befreit werden. Ihr Einsatz ist besonders bei spanenden oder ölbehafteten Arbeitsgängen unverzichtbar, da Rückstände spätere Bearbeitungsschritte beeinträchtigen können.
Häufig werden solche Anlagen unmittelbar vor Beschichtungsstationen – etwa Lackieranlagen – eingesetzt. Eine sorgfältige Vorreinigung stellt sicher, dass Beschichtungs- und Verpackungsvorgänge gleichbleibend hohe Qualitätsstandards erfüllen.
- Reinigung von Vorprodukten und Werkstücken
- Unverzichtbar bei spanenden und ölbehafteten Fertigungsschritten
- Standardmäßiger Einsatz vor Beschichtungs- und Lackieranlagen
2. Industrielle Reinigungsanlagen: Typen und Verfahren im Überblick
Industrielle Reinigungsanlagen werden in einer großen Bandbreite von Ausführungen eingesetzt – von einfachen Handstationen bis hin zu vollautomatischen Sterilisationssystemen. Den Einstieg bilden Spülstationen mit Umlaufreinigungsanlage zur manuellen Bearbeitung stark verschmutzter Werkzeuge. Das zu reinigende Stück wird dabei in einem Becken behandelt, das über einen geschlossenen Reinigungsmittelkreislauf versorgt wird. Das Mittel fließt direkt durch die handgeführte Bürste und wird nach dem Reinigungsvorgang über einen Filter geführt. Diese kompakten Stationen haben sich in nahezu allen Industriebereichen etabliert.
In der Produktionskette kommen je nach Anforderung unterschiedliche konstruktive Ansätze zum Einsatz. Trommelsiebe eignen sich für unempfindliche Kleinteile, während Korbsysteme bei schweren, unhandlichen oder kratzempfindlichen Produkten bevorzugt werden – etwa bei Wellen, Zahnrädern oder Lagern. Die Werkstücke werden dabei einzeln in angepassten Körben fixiert und dem Reinigungsprozess zugeführt. Im Heizungs- und Aggregatebau sind hingegen Kettensysteme verbreitet, bei denen jedes Bauteil einzeln durch die Anlage geführt wird. Solche kettengeführten Systeme dienen häufig als Vorstation für Pulverbeschichtungsanlagen.
Ein kritischer Faktor bei vielen Reinigungsverfahren ist der Verbrauch an chemischen Reinigungsmitteln, die nur begrenzt recycelt werden können und entsprechende Entsorgungskosten verursachen. Einen anderen Weg geht das Unternehmen VIBRO-TEC aus Unna: Deren Anlagen arbeiten überwiegend mechanisch – Schmutzpartikel werden durch intensive Vibrationen vom Werkstück gelöst, verbleibende Anhaftungen mit handelsüblichem industriellem Kühlschmierstoff abgetragen. Der Einsatz chemischer Lösungsmittel entfällt damit weitgehend.
Besonders anspruchsvoll sind Reinigungs- und Spülprozesse im Bereich der Lebensmittelbehälter und Medizinprodukte. Hier schließt sich an die vollständige Entfernung prozessbedingter Rückstände eine Sterilisation an. Sterilisatoren gelten daher als die anspruchsvollste Kategorie industrieller Reinigungsmaschinen. In Deutschland sind vor allem UV-Bestrahlung und Heißdampfbehandlung als Sterilisationsverfahren üblich. Der Einsatz harter radioaktiver Strahlung ist im Lebensmittelbereich hierzulande nicht zulässig – in anderen Ländern, etwa Großbritannien, ist dieses Verfahren hingegen regulär im Einsatz.
3. Hersteller von Reinigungsanlagen im Überblick
Im Bereich der Reinigungsanlagen haben sich mehrere spezialisierte Hersteller etabliert. Für Lebensmittelgebinde und industrielle Anwendungen zählt HOBART zu den renommierten Anbietern auf dem Markt. Weitere bekannte Hersteller sind WALTER CLEANING SYSTEMS, BRITSCH Anlagentechnik sowie GLOGAR Umwelttechnik GmbH.
Das Angebot an gebrauchten Reinigungsanlagen dieser und weiterer Hersteller wird fortlaufend aktualisiert – hier finden sich Maschinen verschiedener Qualitätsstufen und Einsatzbereiche.