AGIE CHARMILLES CUT 2000 Drahterodiermaschine
Angebotsdetails
- Artikelnummer
- 26003-16
- Maschinenart
- Drahterodiermaschinen
- Hersteller
- AGIE CHARMILLES
- Typ
- CUT 2000
- Baujahr
- 2016
- Standort
- Mataro, Spanien
- Preis
- Auf Anfrage
Technische Details
- Abmessungen (LxBxH) ca.
- 3760 x 3000 x 2750 mm
- Gewicht ca.
- 4.500 kg
Beschreibung
Drahterodieranlage
GF AgieCharmilles CUT 2000 mit Beladeroboter (WorkPartner)
Allgemeine Informationen
Maschinentyp: CNC-Drahterodiermaschine mit Automatisierung
Modell: CUT 2000
Automatisierung: GF WorkPartner Beladeroboter
Steuerung: Vision 5 (Windows XP)
Generator: AGIE IPG-V Hochleistungsgenerator
Betriebsstunden
Power On: 91.716 h Work On: 17.889 h
Arbeitsbereich / Verfahrwege
X-Achse: 350 mm
Y-Achse: 250 mm
Z-Achse: 256 mm
U/V-Achsen Verfahrweg: ±70 mm
Werkstückdaten
Max. Werkstückgröße (B × T × H): 750 × 550 × 250 mm
Max. Werkstückgewicht: 200 kg (Standard), 400 kg (optional / Badbelastung)
Arbeitstisch: 700 × 450 mm
Bearbeitungsparameter
Konik: 30° bei 100 mm Werkstückhöhe
Verfügbare Drahtdurchmesser: 0,10 – 0,30 mm
Beste erreichbare Oberfläche: Ra 0,05 µm
Drahteinfädelung: automatisch
Dielektrik-System
Dielektrikumvolumen: 700 Liter
Spülung: Koaxial-Spülsystem
Kühlung: externe Kühlung erforderlich
Automatisierung
Beladeroboter: GF WorkPartner
Automatische Be- und Entladung
Die Anlage besteht aus einer CNC-Drahterodiermaschine GF AgieCharmilles CUT 2000 mit integriertem Beladeroboter (WorkPartner) und eignet sich ideal für die präzise Serien- und Einzelteilfertigung. Die Maschine ist ausgelegt für hochgenaue Konturschnitte mit sehr guter Oberflächenqualität und stabiler Prozessführung. Das automatische Drahtfädelsystem, die integrierte Dielektrik-Einheit sowie die Koaxial-Spülung ermöglichen einen zuverlässigen mannarmen Betrieb. Der Beladeroboter erweitert die Maschine zu einer automatisierten Fertigungszelle und steigert die Produktivität deutlich.
Zusatzinformationen
- Transportkosten
- nicht enthalten
- Lieferbedingungen
- Frei verladen LKW
- Zahlungsbedingungen
- 100% Vorauskasse vor Abholung
Unsere Dienstleistungen
- Inspektion & Bericht
- Demontage & Installation
- Globale Logistik
- Zoll- und Exportabwicklung
- Beschaffung & Bewertung
- Persönliche Beratung
1. Drahterodiermaschine: Funktion und Einsatzbereiche
Eine Drahterodiermaschine ist eine hochpräzise Industriemaschine, die komplexe Formen und Strukturen mit höchster Genauigkeit in Metallplatten einarbeitet. Sie kommt vor allem bei der Herstellung von Press- und Spritzgussformen, Profilmasken und Matrizen zum Einsatz. Ohne diese Technologie wäre moderne Massenproduktion in der Metallumformung und Kunststoffverarbeitung kaum denkbar.
2. Drahterodiermaschinen: Präzision durch Funkenerosion
Präzises Einarbeiten von Formen und Strukturen durch elektrischen Materialabtrag
Grundlage für die Serienproduktion im Bereich Metallumformung
Herauslösen von Material mittels Draht und kontrolliertem Stromfluss
Dass Funkenschläge Spuren auf metallischen Oberflächen hinterlassen, war seit den Anfängen der Elektrizitätsforschung bekannt. Die abtragende Wirkung elektrischer Lichtbögen wurde jedoch erst 1770 durch den englischen Wissenschaftler Joseph Priestley eingehend untersucht. Es sollte noch über 170 Jahre dauern, bis aus dieser Entdeckung ein industriell nutzbares Verfahren entstand.
Die russischen Wissenschaftler B. R. und N. I. Lazarenko erforschten in den 1940er-Jahren die gezielte Bearbeitung von Metalloberflächen mithilfe von Lichtbögen und der dabei entstehenden Funkenerosion. Sie schufen damit die technologischen Grundlagen für den weiteren Einsatz dieser Methode. 1969 kam schließlich die erste Drahterodiermaschine auf den Markt – und ist seitdem fester Bestandteil des Maschinenparks in der Werkzeugherstellung.
3. Drahterodieren: Präziser Materialabtrag mit Strom
Das Prinzip der Erosion ist gewissermaßen die Umkehrung des Auftragsschweißens. Anstatt Material auf ein Werkstück aufzutragen, löst eine Drahterodiermaschine mithilfe eines dünnen Drahtes und elektrischer Energie gezielt Material aus dem Werkstück heraus. Dieser Abtrag erfolgt durch elektrische Verdampfung auf engstem Raum – der dabei sichtbare Funke ist zwar optisch beeindruckend, für die Präzision des Ergebnisses jedoch nicht ausschlaggebend.
Draht und Werkstück werden unterschiedlich elektrisch geladen. Da der Materialabtrag stets dort stattfindet, wo der Abstand zwischen Kathode und Anode am geringsten ist, lassen sich höchstpräzise Konturen und Geometrien realisieren. Um Brandschäden an Draht und Werkstück zu verhindern, läuft der Erosionsprozess in einem leitfähigen Flüssigkeitsmedium ab.
Die Fertigung erodierter Werkstücke setzt eine fundierte Fachausbildung oder eine umfangreiche, praxisnahe Einarbeitung voraus. Der Betrieb von Drahterodiermaschinen ist ausschließlich qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten.
4. Drahterodiermaschinen: Fertigungsumfang und Vorteile
Drahterodiermaschinen ermöglichen die Bearbeitung hochkomplexer Formen – dank eines Endlosdrahts, der an einem 5-Achsen-Kopf geführt wird. Dieses Verfahren hat die Fertigung technisch anspruchsvoller Bauteile in der Massenproduktion erst wirtschaftlich möglich gemacht.
Im Vergleich zu CNC-Fräsmaschinen sind Drahterodieranlagen in der Werkzeugfertigung oft die kostengünstigere Wahl. Der entscheidende Vorteil liegt im berührungslosen Abtragungsprozess: Abgesehen vom Schneidedraht selbst tritt kein Werkzeugverschleiß auf. Gleichzeitig ist die Bearbeitbarkeit eines Werkstücks vollkommen unabhängig von seinen Materialeigenschaften – selbst sehr harte Werkstoffe lassen sich präzise und zuverlässig bearbeiten.
5. Drahterodiermaschinen: Führende Hersteller im Überblick
Im Bereich der Drahterodiermaschinen haben sich einige Unternehmen als besonders bedeutende Hersteller etabliert. Zu den bekanntesten Anbietern zählen:
FANUC
MITSUBISHI
AGIE CHARMILLES
Gebrauchtmaschinen dieser und weiterer namhafter Hersteller sind regelmäßig auf dem Markt verfügbar. Das Angebot an gebrauchten Drahterodiermaschinen wird kontinuierlich aktualisiert, sodass sich ein regelmäßiger Blick auf aktuelle Marktangebote lohnt – ob für den Einstieg in die Drahterosion oder zur Erweiterung eines bestehenden Maschinenparks.
Häufig gestellte Fragen
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