SCHULER P4 E2 SQ 1200 Mechanische Presse
- Artikelnummer
- 26007-39
- Maschinenart
- Mechanische Pressen
- Hersteller
- SCHULER
- Typ
- P4 E2 SQ 1200
- Baujahr
- 1964
- Standort
- Laichingen, Deutschland
- Verfügbarkeit
- sofort
- Preis
- Dieser Artikel ist verkauft
- Abmessungen (LxBxH) ca.
- 7600 x 6000 x 10000 mm
- Aufspannfläche des Maschinentisches
- 4500 x 2700 mm
- Durchgang zwischen den Ständern
- 5.200 mm
- Einbauhöhe max.
- 1.600 mm
- Gewicht ca.
- 400.000 kg
- Presskraft max.
- 1.200 t
- Seriennummer
- 64 / 39.9037 / 2
Presskraft: 1.200 t
Hub des Stößels: 600 mm
Stößelverstellung: 600 mm
Hubzahl: ca. 9 Hübe/min
Einbauhöhe: ca. 1.600 mm
Zieheinrichtung:
Ziehkissenkraft: ca. 225 t
Ziehkissenhub: ca. 200 mm
Druckluftauswerfer im Stößel:
Druck: ca. 95 t
Hub: ca. 150 mm
Schwere mechanische Exzenter-Ziehpresse in robuster Doppelständerbauweise aus dem Hause Schuler, ausgelegt für den industriellen Dauerbetrieb im Automotive-Bereich.
Die Maschine verfügt über eine Presskraft von 1.200 t sowie einen festen Stößelhub von 600 mm bei einer zusätzlichen Stößelverstellung von 600 mm. Die Hubzahl beträgt ca. 9 Hübe pro Minute. Die Einbauhöhe liegt bei ca. 1.600 mm und ermöglicht die Bearbeitung großvolumiger Werkzeuge und Bauteile.
Besonders hervorzuheben ist der große Arbeitsbereich mit einer Tischgröße von ca. 4.500 mm sowie ein auffahrbarer / verfahrbarer Pressentisch, der das Rüsten und den Werkzeugwechsel deutlich erleichtert und die Maschine für den Einsatz mit schweren Werkzeugen optimal auslegt.
Die integrierte Zieheinrichtung (Ziehkissen) bietet eine Druckkraft von ca. 225 t bei einem Hub von ca. 200 mm und ermöglicht anspruchsvolle Zieh- und Umformprozesse, wie sie insbesondere im Karosseriebau üblich sind.
Zusätzlich ist die Presse mit einem Druckluftauswerfer im Stößel ausgestattet (ca. 95 t / 150 mm), was eine automatisierte Teileentnahme unterstützt.
Die Presse ist am aktuellen Standort seit den 1990er Jahren nicht mehr im Dauerbetrieb gelaufen und wurde ausschließlich zu Prüfzwecken genutzt.
- Transportkosten
- nicht enthalten
- Lieferbedingungen
- Ab Fundament
- Zahlungsbedingungen
- 100% Vorauskasse vor Abholung
Der Preis einer gebrauchten Presse hängt von Pressentyp, Presskraft, Tischgröße, Hub, Ziehkissen, Steuerung, Baujahr und Zustand ab. Transportkosten sind nicht im Maschinenpreis enthalten; Liefer- und Zahlungsbedingungen stehen in jedem Inserat unter „Zusatzinformationen“. Zusätzlich sollten Sie Aufstellung und Inbetriebnahme am neuen Standort einplanen. In der Regel organisiert der Käufer den Transport; auf Wunsch prüft ReMach, ob der Versand organisiert oder unterstützt werden kann. ReMach unterstützt außerdem bei Demontage, Verladung und Exportpapieren.
Vor der Wiederinbetriebnahme einer gebrauchten Presse müssen alle Schutzeinrichtungen geprüft werden: Lichtvorhänge oder Schutzgitter, Verriegelungen, der Not-Halt-Kreis und bei hydraulischen Pressen die Sicherheitsventile. In der EU ist EN ISO 16092 die maßgebliche Sicherheitsnorm für Pressen. Lassen Sie vor dem Betrieb am neuen Standort eine Sicherheitsbewertung durch einen Sachkundigen durchführen.
Eine Presse passt zu Ihrem Werkzeug, wenn Presskraft (in t bzw. kN), Tischgröße und Einbauhöhe für das Werkzeug ausreichen. Prüfen Sie außerdem den Hub und ein Ziehkissen, falls das Werkzeug zum Tiefziehen dient. Bei mechanischen Pressen bestimmt die Hubzahl pro Minute die Ausbringung.
Eine Werkstattpresse hat ein H- oder C-Gestell mit Hand- oder Elektrohydraulik und dient zum Ein- und Auspressen von Lagern und Buchsen sowie zum Richten in Instandhaltung und Reparatur. Eine Produktionspresse hat Tisch und Stößel zur Werkzeugaufnahme, Hubsteuerung, oft ein Ziehkissen und Sicherheitstechnik für die Serienfertigung. Für die Produktion wählen Sie nach Presskraft und Werkzeug, nicht nur nach der Kraft.
Bei einer hydraulischen Presse fördert eine Pumpe Öl in einen Zylinder; die Presskraft ergibt sich aus Öldruck mal Kolbenfläche. Sie bringt die volle Kraft über den gesamten Hub, Hub und Geschwindigkeit sind einstellbar, daher eignet sie sich für Tiefziehen, Umformen und Werkzeugeinarbeitung. Eine mechanische Presse (Exzenterpresse) arbeitet schneller mit festem Hub und erreicht ihre Nennkraft kurz vor dem unteren Totpunkt, ideal für Stanzen in großen Serien; eine Try-Out-Presse dient zum Einarbeiten von Werkzeugen vor dem Serieneinsatz.
Dieser Artikel ist verkauft
Unsere Dienstleistungen
- Inspektion & Bericht
- Demontage & Installation
- Globale Logistik
- Zoll- und Exportabwicklung
- Beschaffung & Bewertung
- Persönliche Beratung
1. Mechanische Presse: Definition und Funktionsweise
Eine mechanische Presse ist ein stationäres Umformwerkzeug, das den Pressvorgang mechanisch überträgt – typischerweise über Hebel, Kniehebel, Exzenter oder Drehspindel. Im Unterschied dazu arbeiten pneumatische Pressen mit komprimierter Luft, während hydraulische Pressen auf Druckflüssigkeiten setzen.
Mechanische Pressen kommen vor allem bei Prägearbeiten und mittleren Umformaufgaben zum Einsatz. Dank ihrer präzisen Kraftübertragung eignen sie sich besonders gut für die effiziente Serienfertigung kleiner und mittlerer Bauteile.
2. Aufbau mechanischer Pressen: Komponenten & Funktionsweise
Mechanische Pressen bestehen aus einem Ständerwerk, einer Hubmechanik, dem Presswerkzeug und einer Kraftquelle. Abgesehen von handbetriebenen Hebelpressen werden mechanische Pressen elektrisch angetrieben. Bei Exzenterpressen hält ein Schwungrad die Bewegung aufrecht, das über eine Pleuel-Exzenter-Mechanik und eine auslösbare Kupplung den Pressvorgang einleitet. Das auf- und abfahrende Pleuel überträgt die Kraft auf das Werkzeug. Kniehebelpressen nutzen einen Kniehebel, um das Werkzeug zusammenzudrücken, während Spindelpressen eine rotierende Drehspindel einsetzen, um die erforderliche Presskraft zu erzeugen.
Das Presswerkzeug ist das technisch anspruchsvollste und oft wertvollste Bauteil einer Presse. Als hochpräzise gefertigtes Spezialprodukt bildet es die Basis für die umformende Bearbeitung der Werkstücke. Elektrisch angetriebene mechanische Pressen – insbesondere Kniehebelpressen – erreichen sehr hohe Taktraten und eignen sich daher besonders für kleinteilige Prägearbeiten. Für einen effizienten Betrieb empfiehlt sich in diesen Fällen eine automatische Bestückung. Die Serienfertigung kleiner bis mittlerer Teile lässt sich auf mechanischen Pressen auch mit angelerntem Personal wirtschaftlich umsetzen. Ergänzende Ausstattungsoptionen wie ein Maschinenheber können den Arbeitsablauf deutlich erleichtern.
Manuell betätigte mechanische Pressen waren lange Zeit weit verbreitet, werden heute jedoch zunehmend durch automatisierte Fertigungsstraßen abgelöst. Dennoch gehören sie nach wie vor zum festen Maschinenpark vieler produzierender Unternehmen.
3. Einsatzgebiete mechanischer Pressen
Mechanische Pressen eignen sich besonders für Präge- sowie leichte bis mittlere Umformarbeiten. Im Vergleich zu hydraulischen Pressen ist ihre Presskraft begrenzt, was sie jedoch nicht weniger vielseitig macht. Rein manuell betriebene Ausführungen mit Hebelmechanik sind für besonders leichte Anwendungen konzipiert – etwa das Befüllen von Patronen. Elektrisch unterstützte Bauformen wie Exzenter-, Kniehebel- oder Spindelpressen erreichen mittlere Pressdrücke von bis zu 5.000 kN und decken damit ein breites Spektrum industrieller Einsatzmöglichkeiten ab.
4. Mechanische Pressen: Hersteller im Überblick
Mechanische Pressen mit hohen Taktraten und automatischer Bestückung zählen heute zu den gefragtesten Lösungen in der industriellen Fertigung. Zu den renommierten Herstellern gehören:
GECHTER
KRUPP
MAWI
SCHULER
SIEMPELKAMP
WEINGARTEN
Diese Anbieter stehen für langjährige Erfahrung und hohe Fertigungsqualität im Bereich mechanischer Pressen. Beim Kauf einer gebrauchten Maschine empfiehlt es sich, auf umfangreiches Bild- und Videomaterial zurückzugreifen, um den Zustand der Anlage vorab zuverlässig einschätzen zu können.