PITTLER WMZ PV 4000 CNC Vertikal Dreh und Bearbeitungszentrum
Angebotsdetails
- Artikelnummer
- 26019-877
- Maschinenart
- Vertikaldrehmaschinen
- Hersteller
- PITTLER
- Typ
- WMZ PV4000 / 1-2
- Baujahr
- 2020
- Standort
- Langenfeld, Deutschland
- Verfügbarkeit
- nach Vereinbarung
- Preis
- Auf Anfrage
Technische Details
- Abmessungen (LxBxH) ca.
- 15600 x 6000 x 6000 mm
- Bauteilgewicht max.
- 35.000 kg
- Drehhöhe max.
- 2.100 mm
- Gewicht ca.
- 155.000 kg
- Steuerung
- Siemens SINUMERIK 840D sl
- Tischdurchmesser
- 3.800 mm
- Umlaufdurchmesser
- 3.800 mm
Beschreibung
Die Pittler WMZ PV4000 / 1-2 ist eine schwere CNC-Vertikaldrehmaschine in Portalkonstruktion mit einer Werkstückspindel und zwei unabhängig verfahrbaren Werkzeugträgern.
Die Maschine ermöglicht Drehen, Bohren, Fräsen und Einstechen. Der rechte Werkzeugträger ist als schwenkbarer Multifunktionskopf mit B-Achse und angetriebenen Werkzeugen ausgeführt. Zwei separate Kettenmagazine bieten insgesamt 94 Werkzeugplätze.
Technische Daten
Maschinennummer: ZV029
Maschinenkonzept: Portalmaschine mit einer Werkstückspindel und zwei Werkzeugträgern
Bearbeitungsverfahren: Drehen, Bohren, Fräsen und Einstechen
Maximaler Umlaufdurchmesser: 3800 mm
Maximaler Werkstückdurchmesser: 3800 mm
Maximale Werkstückdrehzahl: 100 min-1
Bemessungsdrehzahl: 36,7 min-1
Werkstückspannung: manuell
Spannfutter: Röhm
Werkzeugaufnahme: Capto C8
Werkzeugmagazine: 2 Kettenmagazine
Werkzeugplätze: 2 x 47
Gesamtzahl Werkzeugplätze: 94
Maximaler Werkzeugdurchmesser: 120 mm laut Betriebsanleitung
Maximaler Werkzeugdurchmesser: 150 mm laut Auftragsbestätigung bei entsprechender Magazinbelegung
Maximale Werkzeuglänge: 400 mm
Maximales Werkzeuggewicht: 20 kg
Verfahrwege
X1-Achse rechter Werkzeugträger: 3200 mm
X2-Achse linker Werkzeugträger: 2800 mm
Z1-Achse rechter Werkzeugträger: 1000 mm
Z2-Achse linker Werkzeugträger: 1000 mm
Eilgang X-Achsen: bis 32 m/min
Eilgang Z-Achsen: bis 20 m/min
Werkstückspindel
Getriebeuntersetzung: 1 zu 30
Maximale Drehzahl: 100 min-1
Bemessungsdrehzahl: 36,7 min-1
Nennleistung: 67,4 kW
Kurzzeit-Gesamtleistung: 202,2 kW
Nenndrehmoment: 52,65 kNm
Maximales Antriebsmoment: 71,55 kNm
Drehmoment laut Auftragsbestätigung: 67000 Nm bei 40 Prozent ED
Motorspindelleistung laut Auftragsbestätigung: 200 kW bei 100 Prozent ED
Maximale Spindeltraglast einschließlich Spannfutter, Spannbacken und Werkstück: 35000 kg
Spindelflanschdurchmesser: 1900 mm
Planlagerdurchmesser: 1400 mm
Die Werkstückspindel ist als wassergekühlte Motorspindel mit Präzisions-Axial-Rillenkugellagerung ausgeführt.
Werkzeugträger und Multifunktionskopf
Der rechte Werkzeugträger besitzt einen schwenkbaren Multifunktionskopf mit zwei Capto-C8-Aufnahmen für Drehwerkzeuge sowie Bohr- und Fräswerkzeuge.
B-Achse zur stufenlosen Positionierung
Schwenkbereich: 180 Grad
Drehzahl der angetriebenen Werkzeuge: bis 6000 min-1
Drehmoment der Werkzeugspindel: ca. 120 Nm bei 100 Prozent ED
Hydraulische Klemmung
Direktes Messsystem
Direkte Kühlmittelzuführung
Hochdruck-Kühlmittelversorgung: bis 70 bar
Werkzeugmagazine
Zwei Kettenmagazine mit jeweils 47 Werkzeugplätzen
Werkzeugaufnahme: Capto C8
Maximaler Werkzeugdurchmesser: 120 mm
Bis 150 mm bei entsprechender Magazinbelegung
Maximale Werkzeuglänge: 400 mm
Maximales Werkzeuggewicht: 20 kg
Werkzeugreinigung mit Blasluft
Manuelle Magazinbestückung
Kühlmittel und Späneentsorgung
Zwei Knoll-Späneförderer Typ 600 S-2/120
Knoll-Bandfilter Typ KF400-2300
Weitere Ausstattung
Röhm-Spannfutter
Spindelkühlung Hydac FLKS-4S
Hydraulikaggregat Hydac TBM20
Elektrische Daten
Betriebsspannung: 3 x 400 VAC
Schutzart: IP55
Maximale Leistungsaufnahme: 280 kVA
Zusatzinformationen
- Transportkosten
- nicht enthalten
- Lieferbedingungen
- EXW ab Werk
- Zahlungsbedingungen
- 100% Vorauskasse vor Abholung
Unsere Dienstleistungen
- Inspektion & Bericht
- Demontage & Installation
- Globale Logistik
- Zoll- und Exportabwicklung
- Beschaffung & Bewertung
- Persönliche Beratung
1. Drehen: Spanabhebendes Verfahren für Rotationsteile
Drehen ist ein spanabhebendes Fertigungsverfahren zur Herstellung rotationssymmetrischer Bauteile. Typische Anwendungen umfassen mechanische Komponenten wie Wellen, Zahnräder, Walzen, Achsen und Rollen. Darüber hinaus entstehen durch Drehbearbeitung auch Sonderkonstruktionen für die Medienführung sowie Serienprodukte für die Sanitärinstallation.
Das Vertikaldrehen ist eine spezifische Variante dieses Verfahrens: Statt einer horizontalen Einspannung werden die Werkstücke dabei vertikal ausgerichtet. Diese Bauweise eignet sich besonders für kurze Teile mit großem Querschnitt oder hoher Massivität, da die vertikale Anordnung eine präzise und stabile Bearbeitung solcher Geometrien ermöglicht.
Vertikaldrehmaschinen sind eine Sonderform der klassischen Drehmaschine mit vertikaler Werkstückeinspannung.
Das Verfahren ist ideal für die Bearbeitung kurzer, massiver Werkstücke mit großem Querschnitt.
Die vertikale Bauweise erhöht die Prozessstabilität und ermöglicht eine effiziente Fertigung anspruchsvoller Geometrien.
2. Vertikaldrehmaschine: Funktionsweise und Einsatzbereiche
Die Vertikaldrehmaschine zeichnet sich durch eine besondere Einspanntechnik aus: Das Werkstück wird vertikal in die Aufnahme eingestellt und fixiert, sodass es während des Drehvorgangs sicher positioniert bleibt. Da diese Maschinen auf massive, kurze Bauteile mit großem Querschnitt ausgelegt sind, ist eine obere Einspannung in der Regel nicht erforderlich. Die Integration der Schwerkraft und der Verzicht auf einen zweiten Spannpunkt – bei Horizontaldrehmaschinen als Reitstock bekannt – ist der wesentliche Unterschied zwischen beiden Bauarten.
Der Bearbeitungsprozess beginnt damit, dass ein Elektromotor das Bauteil in Rotation versetzt. Anschließend bearbeiten verschiedene Werkzeuge Kontur und Oberfläche: Hartmetallschneiden übernehmen die Formgebung, Bohrer bringen Löcher ein und Gewindebohrer erzeugen Gewinde. Die Werkzeuge werden über einen Schlitten an das rotierende Bauteil herangeführt und folgen dabei einer präzisen Programmvorgabe.
Moderne Vertikaldrehmaschinen arbeiten vollständig CNC-gesteuert. Die zugrunde liegenden Programme sind grundsätzlich erlernbar – zahlreiche Hersteller stellen Übungssoftware mit Simulationsfunktion zur Verfügung. Dennoch erfordert die fachgerechte Bearbeitung eines Drehteils in der Praxis fundierte Erfahrung und eine entsprechende Ausbildung.
Kleinere Vertikaldrehmaschinen – sogenannte Vertikaldrehautomaten – sind speziell für die Massenproduktion konzipiert. Sie verfügen über automatisierte Zuführvorrichtungen, die den gesamten Einspann- und Bearbeitungsprozess ohne manuellen Eingriff durchführen. Zum Schutz vor umherfliegenden Spänen sind diese Maschinen besonders stark gekapselt. Das Bedienpersonal legt lediglich Rohlinge ein und entnimmt die fertigen Teile – eine Tätigkeit, die zunehmend von Industrierobotern übernommen wird.
Der Wegfall der zweiten Einspannung ermöglicht ein deutlich schnelleres Be- und Entladen, was die Stückzahl pro Stunde in der Serienproduktion spürbar erhöht. Typische Erzeugnisse, die auf diese Weise gefertigt werden, sind Muffen und Verbindungsstücke für Wasser- und Gasleitungen.
3. Vertikaldrehmaschinen: Hersteller im Überblick
Vertikaldrehmaschinen werden von zahlreichen spezialisierten Herstellern weltweit produziert – sowohl für kompakte als auch für großformatige Anwendungen.
Zu den bekanntesten Herstellern von Vertikal-Drehautomaten zählen EMCO, EMAG, MAZAK und DMG. Diese Unternehmen sind für ihre hohe Fertigungsqualität und innovative Maschinentechnik bekannt.
Großformatige Vertikaldrehmaschinen werden unter anderem von MAREP AG, EHLA und DÖRRIES gefertigt – Hersteller, die sich auf schwere und präzise Bearbeitungslösungen spezialisiert haben.
Gebrauchte Vertikaldrehmaschinen dieser und weiterer namhafter Marken sind regelmäßig im Angebot und bieten eine kosteneffiziente Alternative zu Neumaschinen.
Häufig gestellte Fragen
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